Vietnam// Karaoke in HCMC und schwimmende Märkte im Mekongdelta

Vietnam// Karaoke in HCMC und schwimmende Märkte im Mekongdelta

Auf nach Ho-Chi-Minh-City! Raus aus der frischen Bergluft, zurück in die Hitze der Ebene. Unser Weg führt uns nun in Richtung des Mekong-Deltas, die Lebensader Süd-Vietnams und eine der am dichtesten besiedelten Regionen der Welt. In HCMC werden wir bei Linh und ihrer Familie nächtigen, die gemeinsam ein Homestay in einem typischen HCMC-Haus betreiben: sehr hoch und sehr schmal und in einer engen Seitengasse gelegen.

Nun, Linh scheint sich Zeit für uns zu nehmen, was einerseits natürlich toll ist, andererseits aber unsere Reisekasse sehr beanspruchen wird, denn Linh scheint den mondänen Lebensstil zu mögen und so landen wir zum Abendessen in einem Edelschuppen bei Rotwein und Pasta. Wir fühlen uns in unserer Reisekluft ein wenig deplaziert und Linh ist sicherlich sehr enttäuscht, dass sie den extra eingepackten Push-Up-BH diesen Abend mit uns Beiden nicht benötigen wird. Dabei wollte sie doch so gerne zur Ladies Night…

Stattdessen begleitet sie uns bei einem nächtlichen Spaziergang durch HCMC, das Altherrenprogramm sozusagen. HCMC wirkt schon deutlich großstädtischer als beispielsweise Hanoi. Es gibt breite Straßen, moderne Hochhäuser und repräsentative Gebäude wie das Theater und die Kathedrale, die allesamt nachts sehr schön illuminiert sind. Ansonsten, das müssen wir gestehen, haben wir in HCMC nur wenig gesehen und erlebt, denn die Zeit war knapp und so ist es uns nicht gelungen, uns richtig auf die Stadt einzulassen.
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Einen ziemlich genialen Abend haben wir allerdings mit Linhs Bruder Tien und dessen Freunden Gan und Tai verbracht, die wir zufälligerweise auf der Straße getroffen haben. Die drei sind schon sehr, sehr arg angeheitert und natürlich sollen wir uns dazu gesellen. Was folgt, ist ein grandios netter Abend mit viel, viel Bier, einer Zauberin, die Heiko einen Damenslip aus der Hose zaubert und Karaoke in Gans Familienbetrieb bis spät in die Nacht. Die drei sind so nett und offenherzig, dass wir uns extrem wohlfühlen und immer schneller wächst uns dieses nette Völkchen mehr und mehr ans Herz. Wie soll es auch anders sein, wenn Gan seine Finger zu einem Herzen formt um uns ohne Englischkenntnissen mitzuteilen, dass er uns mag und dass wir wilkommen sind.
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Am nächsten Tag geht es dann nach An Binh nahe Vinh Long, mitten im Delta gelegen. Auch hier wohnen wir bei einer Familie, deren Homestay tief versteckt in Obstplantagen mit tollen Blüten auf einer Insel liegt. Das Ganze ist sehr professionell aufgezogen, der Familienanschluss nur marginal vorhanden, doch zumindest dürfen wir beim Zubereiten der Frühlingsrollen helfen und sind außerdem fasziniert von der Art und Weise, wie das Essen dekoriert wird: Kleine Männchen aus Wintermelone, Nussschalen und Gurken, die das Essen begleiten. Was ein Kitsch! 
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Die Insel bietet einen perfekten Ausgangspunkt, um sich mit einem Holzkahn durch das Delta schippern zu lassen. Das Leben spielt sich hier zu einem großen Teil auf dem Mekong ab, der mal breit das Land zerteilt und das andere mal kleine Seitenarme mit Wasser füllt. Es gibt schwimmende Märkte (allerdings nicht sonderlich sehenswert), mit leuchtendroten Litschis beladene Kähne, üppige Obstgärten, leuchtend grünes Land und brackig braunes Wasser. Und außerdem leckeren Reisschnaps. Den hat uns nämlich Herr Pink (ja!) ausgegeben, als wir an seinem Grundstück vorbei marschiert sind…
//David

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