Mighty Jackpot: Erfahrungsbericht

Mighty Jackpot: Erfahrungsbericht

Nach langem Hin- und Her haben wir uns für einen Campervan von Mighty entschieden. Hier unser kleines Review zu unserem Wagen, dem Model „Mighty Jackpot“.

Die Übergabe des Wagens verlief unkompliziert und hat vielleicht rund fünf Minuten gedauert. Dafür bekommt man auch kaum eine Einweisung, lediglich die Stromversorgung wird kurz erklärt. Viel mehr gibt es letztlich aber auch nicht zu wissen, der kompakte Service geht also in Ordnung. Unzufrieden waren wir mit den extrem hohen „versteckten“ Gebühren von Mighty, wie zum Beispiel für die Nutzung de Kreditkarte als Zahlungsmittel.
Der Wagen war äußerlich in einem guten Zustand und mit rund 70.000km auch noch vergleichsweise jung. Trotzdem, und dort liegt unsere Meinung nach ein kleines Manko, ließ sich der Wagen schwer schalten und das Wechseln zwischen den einzelnen Gängen verlief schon arg hölzern. Mit der Zeit gewöhnt man sich dran und vielleicht haben wir auch ein Sonntagsmodell erwischt.

Die Einrichtung der Jackpots versucht neue Wege zu gehen und wirkt auch erstmal recht stylish. Gegenüber der seitlichen Schiebetür liegt die SEHR kompakte Küchenzeile, die aus einer kleinen Spüle mit Fließwasser (kein Container, man muss außen einen Eimer unterstellen!) und einer Kiste mit den Küchenutensilien besteht. Der einflammige Gasherd besteht aus einer eigenständigen Konsole, die man auf einem kleinen Klapptisch außerhalb des Wagen platzieren kann/ muss. Das ist recht nervig, denn zwangsläufig besudelt man die Sitzecke, denn der Kocher steht direkt neben dem Polster.

Der hintere Teil des Wagens wird von einem seitlich angebrachten Sofa dominiert. Gegenüber kann man aus der „Wand“ einen Tisch aufklappen. Dieser ist extrem schief und hängt an zwei Eisenbändern. Sitz man über Eck, hat man zwangsläufig die Bänder vor der Nase. Hinter dem Tisch kommt übrigens eine Karte von Australien mit Distanzen zum Vorschein, auf der man den eigenen Weg dokumentieren kann. Eine nette Idee!

Die besagte Wand kann man ebenfalls nach unten Klappen und erhält so binnen Sekunden ein Bett – das geht schnell und ist wirklich praktisch. Auf der anderen Seite verdeckt diese Klappwand auch das Fenster und es ist stets recht dunkel im Wagen, wenn der Tisch aus- und somit die Wand aufgeklappt sind.
Ein großer Vorteil ist die Unabhängigkeit von Strom. Der Kühlschrank und die Lichter funktionieren mehrere Tage, ohne dass man den Wagen an eine externe Stromversorgung anschließt. Allerdings funktionieren die Steckdosen im Wagen nur dann, wenn man dann doch externen Strom nutzt.

Der Spritverbrauch geht mit rund 11 Litern pro 100km in Ordnung.

Alles in allem waren wir mit dem Wagen zufrieden!

Tipp: Unbedingt aufheben sollte man die Kassenzettel der Supermärkte. Diese fungieren nämlich bei den jeweiligen Partnertankstellen als Gutschein und reduzieren den Listenpreis um ein paar Cent. Bei den großen Distanzen in Australien summiert sich dies.

Author Bio

5 Comments

  1. steffen - 22. März 2014

    Der Campervan ist eben ein Campervan. Geht sicher voll in Ordnung. Den Rest muss man sich dazubasteln. Bleibt Ihr in Australien? Wilde Natur oder Japans Großstädte? Da gibt’s dann nur nervige öffentliche Verkehrsmittel und Lärm ohne Ende. Sushi hin, Sushi her. Die sind in Kreuzberg genauso lecker. Das würde ich mir überlegen. Lese und gucke mit Begeisterung Eure Einträge. Liebe ehrliche Grüße von allen aus Haus 8, David. Ich berichte in Abständen von Euren Stationen. Alle wollen immer mitbloggen, tun sie aber nicht. Hat keinen Grund außer den, dass alle zu viel arbeiten. Abi steht an.

  2. david - 23. April 2014

    Lieber Steffen, schön von dir zu lesen! Zu gerne wären wir zurück nach Australien gereist, doch Neuseeland war richtig teuer und so passt das finanziell leider nicht. Daher reisen wir nun über die USA ( wo wir auch gerade sind) nach Südamerika. Und dann, in zwei Monaten, ist ein Jahr auch schon rum und es heißt zurückkehren nach Berlin, an die BvA und auch an den Schreibtisch. Eine große Umstellung, aber ich freue mich! Reist du in den Osterferien an einen schönen Ort?

  3. Björn Weinbrenner - 12. Mai 2014

    Interessant, dass bei euch auch so hohe Gebühren für die Kreditkartennutzung anfielen. Uns ist dasselbe mit Apollo passiert. Habe meinen Artikel zu unserem Roadtrip entsprechend angepasst und euch verlinkt: http://travel.bjoerne.com/roadtrip-australien-teil-1-von-sydney-ueber-gestreichelte-kaengurus-nach-brisbane/

Leave a reply