Neuseeland // Ka Kite Ano Aotearoa – Auf Wiedersehen Neuseeland!

Neuseeland // Ka Kite Ano Aotearoa – Auf Wiedersehen Neuseeland!


Auckland

Nach knapp sieben Wochen unter den langen weißen Wolken Aotearoas neigt sich unsere Zeit hier langsam aber sicher dem Ende zu: Am 01. April geht unser Flieger von Auckland nach Los Angeles (und in gewohnter Manier diskutieren wir bis zur letzten Minute, ob wir den Flug wirklich antreten sollen. Doch so viel sei gesagt: Ja, wir tun es!). Vorher haben wir aber noch vier Tage Zeit um uns in Neuseelands Hauptstadt umzuschauen.

Unsere Homebase ist hier Jamie’s WG, in der einzelne Zimmer, bzw. Betten via AirBnB vermietet werden – ein bisschen schmuddelig ist’s im Haus schon und ein paar der Mitbewohner gönnen sich das erste Bier bereits morgens um acht, aber dafür gibt’s eine verschmuste Katze und wir treffen einige echt nette und interessante Leute.

Auckland selbst ist mit Abstand die urbanste und belebteste Stadt Neuseeland, insgesamt aber – abgesehen von der wirklich tollen Lage zwischen zwei natürlichen Häfen und dementsprechend vielen hübschen Stränden – eher unspektakulär. Das Stadtgebiet ist sehr weitläufig und es ist nervig mit dem ineffektiven und teuren Nahverkehr von A nach B zu kommen (viele Busse fahren nach elf nicht mehr und auch sonst oft nur zweimal stündlich). Ein besonderes Flair geben der Stadt die vielen grünen Vulkankegel, die allerorten aus den niedrig bebauten Vororten aufragen. Downtown ist recht unspeziell, aber es gibt schöne Parks und ein paar interessante Ecke, wie z.B. die Karangahape Road (oder einfach K-Road genannt), mit der St. Kevin’s Arcade und dem coolen Alleluya Café. Die Skyline des Nachts von Devonport aus gesehen, ist auch recht sehenswert. Auckland ist unserer Meinung nach irgendwie ganz nett, aber irgendwie auch nicht mehr.

 

Neuseeland – ein Rückblick

Sieben Wochen sind wir nun also durch Neuseeland gekurvt und haben ziemlich viel gesehen und erlebt. Manche Leute haben uns erzählt, unsere Berichte erweckten bisweilen den Eindruck, dass uns NZ nicht so richtig gefallen habe. Das kann man jedoch keineswegs so sagen! Ja, das gab einige Dinge, die uns gestört haben. So ging uns beispielsweise das Trara ums Campen oft auf den Wecker. Neuseeland ist für uns zum Land der Verbote und Zäune geworden. Vielleicht waren wir zu Beginn der Reise etwas enttäuscht, da Neuseeland in unserer Vorstellung irgendwie wilder, weniger landwirtschaftlich erschlossen schien. Und außerdem war es schade, dass die meisten der angebotenen Outdooraktivitäten, für die NZ ja so bekannt ist, leider so extrem kostspielig sind, dass wir uns kaum etwas leisten konnten (als Beispiel: Canyoning kostet für eine Halbtagestour oft um die 200NZ$ oder mehr pro Person, das ist sogar weitaus teurer als in der Schweiz!).

Trotz all der Meckerei: Neuseeland ist einfach wunderschön! Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich und gemessen an der Größe des Landes sehr vielfältig. Halbwüsten, flechtenueberwachsene Regenwälder, hochalpine Landschaften, Moore, Palmenhaine, Grassteppen, wilde Flüsse, sanfte Hügel, einsame Strände, Vulkane, tiefe Fjorde, Gletscher, blaue Seen…. und das alles kann man oft an einem einzigen Tag sehen, da die verschiedenen Landschaftstypen oft nur kurze Distanzen voneinander entfernt sind. Hinzu kommen die vielen Vögel Neuseelands, die mit ihrem oft ziemlich schrägen Gesang der Szenerie etwas exotisches geben. Ja, all das ist wirklich einmalig! Hinzu kommt die Möglichkeit unzählige Meerestiere, wie Robben, Pinguine, Delfine und Wale zu sehen. Und auch auf der menschlichem Seite war alles bestens hier, denn wir haben viele nette Kiwis getroffen, die meistens sehr aufgeschlossen und hilfsbereit waren. Toll fanden wir auch die mitreißende Begeisterung der Kiwis für die Schönheit der Natur Neuseelands.

Also alles in allem hatten wir eine großartige Zeit hier in NZ!

Trotzdem sind wir, ehrlich gesagt, ein bisschen reisemüde und haben häufiger Heimweh. Die letzten neun Monate waren genial, aber alles war auch ein bisschen too much, denn die Vielfalt der Eindrücke zu verdauen benötigt Zeit, die wir uns manchmal nicht richtig geben. Und das obwohl wir wahrscheinlich oft langsamer reisen als viele andere Leute (zum Vergleich: Ein Routenvorschlag im Lonely Planet umfasst weitaus mehr Orte, als wir in NZ gesehen haben, und ist mit der Hälfte der Zeit veranschlagt). Aber dann ist eine so lange Reise auch etwas vollkommen anderes als eine kurze. Wahrscheinlich wäre es das Klügste gewesen in Neuseeland eine Zeitlang zu arbeiten, doch die Chance haben wir nun verpasst. Nach wie vor können wir das Unterwegssein genießen, doch manchmal schaffen es die Eindrücke irgendwie nicht ganz bis zum Herzen durchzudringen, wie am Anfang der Reise. Das ist schade! Wir müssen in den USA also versuchen unsere Reise noch mehr zu entschleunigen.

//Heiko

Und sonst: Sind die Kiwis  (also die Früchte) in Neuseeland so viel besser als daheim! Besonders toll: Die großen gelben mit teilweise rotem Fruchtfleisch und die ganz kleinen Kiwi-Berries. Ebenfalls richtig gut sind Feojas, die ein bisschen wie Guave schmecken.

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