USA // Death Valley: R2-D2 und C3-PO im Wüstenland

USA // Death Valley: R2-D2 und C3-PO im Wüstenland

Nach dem schauderhaften Las Vegas geht es schnurstracks ins Death Valley. Klingt zwar nicht schön – ist es aber! Die Fahrt zur Grenze des Nationalparks gestaltet sich zunächst jedoch ziemlich tröge und deprimierend, denn es geht durch plattes Land und vorbei an riesigen Militärbasen. Passiert man jedoch die Grenze des Parks offenbart sich schnell der Zauber der Wüste!

Man wähnt sich in dieser auf den ersten Blick lebensfeindlichen Mondlandschaft auf einem ganz anderen Planeten. Und so verwundert es nicht, dass das Death Valley als Kulisse für mehrere Szenen aus Star Wars Episode IV herhielt, u.a. wurde Jabba the Hutts Palast in die Mesquite Flats Sand Dunes verlegt und mehrere Szenen mit den beiden Droiden C3-PO und R2-D2 aufgenommen.

Quelle: http://a.dilcdn.com/bl/wp-content/uploads/sites/3/2013/04/Jabbas-Palace-In-Death-Valley.jpg

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Eine kleine Tour durch das Death Valley

Der Ausblick vom Zabriskie Point hinein ins Wüstenland ist ziemlich genial. Beigefarbene, sanfte Hügel wogen sich dem wolkenlosen Himmel entgegen und gehen in der Ferne in braunes, schrofferes Gestein über. Es ist schon jetzt, also noch früh im Jahr, beachtlich heiß und die Luft flimmert. Wie unerträglich wird es hier wohl in den Sommermonaten?

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Einige Kilometer entfernt liegt das Badwater Basin – mit 85,5m unter NN der tiefste Festlandspunkt Nordamerikas. Hoch oben am Berghang zeigt eine Linie den Meeresspiegel an. Vom Parkplatz kann man ein paar hundert Meter in das riesige Bassin hineinlaufen. Salzkristalle haben eine weiße Schneise geschaffen, die sich irgendwann Im Flimmern der Luft verliert.

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Auf dem Weg zurück in Richtung Nationalparkzentrum fahren wir den Artist Drive. Hier hat die Natur besonders tief in den Frabtopf gegriffen. Auf einer engen Straße fährt man durch Hügel, die in vielen Farben leuchten. Hier ist die Erde rot, orange, beige und an vielen Stellen sogar blau und türkis.

Mehr oder weniger in der Mitte des Death Valley befindet sich der wohl beeindruckendenste Teil des Parks, die Mesquite Flat Sand Dunes. Über eine große Fläche haben sich an dieser Stelle des Tals riesige Sanddünen aufgetürmt. Sanft geschwungene Sandberge, einer kleinen Sahara gleich, die kontrastreich vor den umgebenden, schroffen Bergen stehen und vom Wind aufgepustet werden.

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Spontan entscheiden wir uns die Nacht im Death Valley auf dem kostenlosen Emigrant Campground zu verbringen. Leider ist es nachts ein wenig bewölkt und so können wir nicht den Sternenhimmel betrachten. Denn aufgrund seiner Abgeschiedenheit und klaren Luft gilt das Tal als einer der besten Punkte weltweit um das Firmament ohne jegliche Form von Lichtverschmutzung zu bestaunen.

Dafür freuen wir uns am nächsten Tag über die zahlreichen bunten Blumen, die hinter dem nächsten Hügel warten. Grün, gelb, violett und orange sprießt es aus dem trockenen Boden. Beeindruckend, wo überall Leben entsteht.

…und traurig, wenn man dann wieder durch von Menschen besiedelte Orte fährt und die Tristesse schon fast schmerzt:
// David

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