USA // San Francisco: … if you‘ re going to [wonderful] San Francisco…

USA // San Francisco: … if you‘ re going to [wonderful] San Francisco…

Eines Vorweg: Neben Hong Kong und Melbourne wurde San Francisco schlichtweg DIE Stadt unserer Reise. Kaum eine andere Metropole bietet eine solch farbenfrohe Atmosphäre, solch geniale Ausblicke und so eine hohe Lebensqualität (und dementsprechend horrende Mieten). Wir sind total begeistert und haben uns in kaum einem anderen städtischen Kontext so wohl gefühlt wie hier. Doch der Reihe nach:

Nachdem wir den Sequoia Nationalpark hinter uns gelassen haben, fahren wir in Richtung San Francisco – unserem letzten Stopp an der amerikanischen Westküste. Wir passieren das Silicon Valley (Facebook lässt grüßen) und erreichen nach rund fünf Stunden die Ausläufer der Stadt. Keine Frage, dass aus unserem Radio Scott Mc Kanzies „If you are going to San Francisco…” trällert.

Unser erstes Ziel ist heute der Stadtteil Castro, in dem Ryan, unser Couchsurfing Host wohnt. Castro ist der schwulste Stadtteil in einer sowieso schon queeren Stadt und die Straßen sind voll mit Regebogenflaggen, LBGT- Cafés, Bars, Restaurants und farbenfrohen Häusern. Castro ist übrigens auch jener Stadtteil in dem Harvey Milk, der erste offen schwule Politiker der USA vor seinem viel zu frühen gewaltsamen Tod wirkte, und zu einem Symbol der LGBT-Bewegung wurde.

Ryan wohnt tatsächlich mittendrin und von seinem Wohnzimmer blicken wir auf eine riesige Regebogenflagge (und eines morgens auch auf einen komplett nackten Mann, der sich in den Blicken der Passanten sonnt) und können wunderbar das Treiben auf den Straßen beobachten. Ryan ist ein absolut toller Host, nimmt sich an allen Tagen extrem viel Zeit für uns und zeigt uns die schönsten Orte und Ausblicke San Franciscos:

Stadtstrände

Unweit der Innenstadt, nur wenige Autominuten entfernt, bieten San Francisco eine tolle Steilküste, schöne Strände und wunderbar rauschendes Meer. Es ist wirklich toll der Stadt so nahe zu sein und trotzdem die Möglichkeit zu haben, aus ihr schnell ins Grüne entfliehen zu können. Zusammen mit Ryan unternehmen wir einen langen Strandspaziergang, besichtigen die Ruinen einstiger Thermalbäder und erhaschen einen ersten Blick aus der Ferne auf die sagenumwobene Golden Gate Bridge.

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Neighborhoods

Im Rahmen einiger ausgedehnter Stadtspaziergänge erkunden wir San Francisco und landen zunächst im quirligen Chinatown. In der Tat ist es hier wirklich touristisch und es gibt ziemlich viel Nippes su kaufen (weniger los ist im ebenfalls asiatisch angehauchten und sehenswerten The Avenues), doch trotzdem ist die Atmosphäre wirklich nett und als wir die ersten glasierten Pekingenten in den Fenstern der Restaurants entdecken, werden Erinnerungen an das Reich der Mitte wach.

Lohnenswert ist auch ein Spaziergang nach Haight-Ashbury, dem einstigen Hippie Stadtteil San Franciscos. Und noch immer wabern Grasgerüche durch die Straßen und es gibt ein paar hängengebliebene Leute auf der Straße. Daneben gibt es aber vor allem richtig nette Buchladen, Cafés und Plattenläden und außerdem liegt der Stadtteil mit seinen farbenfrohen Häusern unweit des riesigen Golden Gate – Parks, in dem sich unter anderem kleine Seen, ein japanischer Garten und das architektonisch interessante De Young Museum befinden.

Weiter geht es nach Downtown, das sich mit seinen zahlreichen Hochhäusern ganz deutlich vom Rest der Stadt abhebt. Im Gegensatz zu Los Angeles ist hier in Downtown einiges los und auch am Abend kann man vergleichsweise beruhigt auf der Straße unterwegs sein. San Francisco unterscheidet sich hier nicht wesentlich von anderen Großstädten dieser Welt und so gibt es hier die üblichen Bekleidungsketten, Burohäuser, Coffeeshops und Museen. Eines davon ist das kleine aber recht interessante Comic-Museum, das sich vor allem mit dem genialen Comic „The Sandmann“ befasst, der in den letzten Dekaden in den USA ordentlich für Furore sorgte.

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Sehenswert ist außerdem der Stadtteil „The Mission“  mit schönen Second Hand Läden, Designstores und dem schicken Café Four Barrels, in dem man seinen Cappuccino aus unglaublich schönen, stylishen, schlichten getöpferten Tasse trinkt. Überhaupt: Die Kaffee (oder vielmehr Café-) Kultur ist in SF viel ausgeprägter als im Rest der Staaten, den wir gesehen haben. Dies liegt unter anderem daran, dass es hier kaum Ketten wie MC Donald, Starbucks etc pp gibt, da in den jeweiligen Stadtteilen ein Rat (der die Bevölkerung repräsentiert) sehr genau darauf achtet, welche Läden in der Nachbarschaft eröffnen (oder eben nicht)! Eine Wohltat!

Cable Car

Und ja! Was wäre SF wohl ohne seine Cable Car?! Durch einen großen Teil der Stadt rattert das historische Fahrwerk mit seinem offenen Passagierraum, kämpft sich die teils extrem steilen Straßen hinauf und trägt ohne Frage ganz deutlich zu jenem Bild der Stadt bei, das weltweit ein_e jede_r vor Augen hat, wenn man den Namen San Francisco hört. Und so lohnt sich ohne Frage auch ein Ausflug ins kleine aber sehr sehenswerte (und kostenlose!) Cable Car Museum, das über das Auf und Ab der Bahn im letzten Jahrhundert berichtet.

Golden Gate Bridge

Und schließlich noch zu DEM Bauwerk der Stadt, dass wie kein anderes mit ihr verknüpft zu sein scheint, ein Glanzstück der Architektur und Konstruktionskunst im letzten Jahrhundert: Die Golden Gate Bridge – seit 1995 offiziell eines der modernen Weltwunder. Und in der Tat, die Brücke schaut wirklich majestätisch aus, wie sie in ihrer roten Farbe die Halbinsel mit dem Festland verbindet, an vielen Tagen aus dem Nebel hervorstarkst und ganz entschieden die Skyline dieser Stadt um einen wesentlichen Punkt ergänzt.

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Die schönsten View Points der Stadt – unsere Top 4

Und so sind es während unseres Aufenthaltes vor allem die Ausblicke auf San Francisco, die so besonders waren. Von hoch oben auf die Hügel der Stadt, das Meer, die vielen, farbenfrohen Häuser, das Lichtermeer bei Nacht, die Hochhäuser von Downtown und natürlich den Blick auf die Golden Gate Bridge. Hier unsere liebsten Ausblicke:

1. Battery Spencer – Bei Nacht ein grandioser und unmittelbarer Blick auf die Golden Gate Bridge und die funkelnde Stadt im Hintergrund (Kostenpunkt 6$ im eigenen Auto, da man einmal die Brücke passieren muss).

2. Twin Peaks – Ein Blick von hoch oben auf die Hügel der Stadt und das Hafengebiet – ebenfalls bei Nacht genial.

3. Telegraph Hill & Coit Tower – Ein schöner Blick über die Innenstadt mit der Golden Gate Bridge im Hintergrund.

4. 16th Avenue Tiled Steps & Grand View Park – Die bunte Mosaik-Treppen führen hoch hinaus und offenbaren einen interessanten Blick auf einige Stadtteile und das offene Meer.

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