USA // New York I: Welcome to the Big Apple!

USA // New York I: Welcome to the Big Apple!

New York ist wahrscheinlich DIE bekannteste Stadt der Welt, ja, eine stadtgewordene Legende! Es ranken sich so unzählige Geschichten um die Metropole, dass wir gar nicht sicher sind, was uns nun wirklich dort erwarten wird. Klar, wir wissen wie die Brooklyn Bridge aussieht und wir kennen die tiefen Straßenschluchten aus unzähligen Filmen. Doch wird uns die Stadt wirklich gefallen?

Da kann ich schon mal vorab ganz definitiv „JA!“ sagen. Denn wie so viele andere Menschen verfallen auch wir New York – auch wenn es hektisch und stressig, bisweilen extrem snobby und chic ist und das Geld hier regiert. Trotz alledem ist die Stadt unglaublich vielfältig, spannend, belebt und versprüht eine pulsierende Lebenslust.

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Wir besuchen NYC gleich zweimal: Im Frühjahr vor und im Frühsommer nach unserem „Abstecher“ nach Ecuador (Berichte dazu folgen ganz bald). Insgesamt verbringen wir hier elf Tage und tatsächlich hätten wir auch ohne Probleme weitere Wochen in NY verbringen können und uns noch immer nicht satt gesehen. Die Stadt ist riesig und jeder der vier großen Bezirke (Manhattan, Queens, Brooklyn, The Bronx) ist weiter in viele kleine Stadtteile unterteilt. Jeder davon besitzt sein ganz eigenes Flair und sein eigenes Zentrum und man sollte sich während einer Tour ganz gezielt auf einzelne Stadtteile konzentrieren, um sich nicht zu viel aufzubürden. Der Vergleich zu Berlin mit seinen vielen so unterschiedlichen Kiezen drängt sich auf, wenngleich hier alles weitaus größer ist.

Das Preisniveau in New York ist – wie zu erwarten – überaus hoch. Selbst in den regulären Supermärkten kostet alles viel mehr als anderswo in den Staaten. Von den horrenden Preisen in den omnipräsenten Delis mal ganz abgesehen. Man kann durchaus preiswert essen, zum Beispiel bekommt man (gar nicht mal schlechte) Pizzastücke an vielen Ecken für 1$ (allein dadurch haben wir wohl zwei Kilo zugenommen) oder man kauft sich Falafel (3-4$, z.B. bei Maoz am Union Sq).

Eine Unterkunft zu finden war indes nicht ganz einfach. Auf Couchsurfing kann man hier leider nicht setzen, da die Nachfrage riesig ist. Außerdem ging uns das Gehabe der New Yorker Couchsurfer_innen ziemlich schnell auf den Sack und wir hatten keine Lust in Texten verstecke Keywords herauszufiltern um in die engere Auswahl zu kommen oder uns in anderer Form für eine Couch anzubiedern. Da auch Hostels leider oft locker um die 80$ pro Nacht kosten, haben wir uns letztlich für Airbnb entschieden. Und mit der Inkaufnahme eines langen Anfahrtsweges kann man dort durchaus etwas erschwingliches finden.

Herzlich willkommen geheißen werden wir in New York allerdings nicht. In der Subway ernten wir mit unseren großen Rucksäcken auf jeden Fall viele gerunzelte Stirnen und spöttische bis verärgerte Kommentare. Tourist_innen finden viele New Yorker_innen scheinbar ganz definitiv nicht hip!

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Um die großen Distanzen zwischen den einzelnen Stadtteilen zurückzulegen, verbringt man ziemlich viel Zeit unter Tage – in der Metro. Das schummrig-schmuddelige U-Bahn System New Yorks mag ziemlich effektiv sein um Massen von A nach B zu bewegen, doch komfortabel und leicht zu durchschauen ist es für Außenstehende definitiv nicht. Zweiundzwanzig Linien winden sich im Untergrund der Acht-Millionen Stadt und treffen sich in unzähligen Umstiegspunkten. Darüber hinaus existieren sog. Local und Express Trains, letztere halten nur an wenigen Punkten und sind somit weitaus schneller in den Vororten – praktisch, aber auch gefährlich, denn nicht immer ist es klar welcher Zug nun ein Express ist und welcher nicht. Zudem ändern sich Linienwege und Express/Local Status je nach Uhrzeit. Und am Wochenende ist eh alles ganz anders. Und wenn dann der Zugführer charmant „Get your fucking ass out of that damn door!“ durch den Lautsprecher brüllt, rechts und links wild gestikulierend hitzige Gespräche mit der Luft geführt werden und ein schwitzender Mann den kulturellen Niedergang durch den „motherfucking nigger man“ predigt, vermisst man irgendwie doch ein bisschen die U1 und die BVG. ;)

In den folgenden Berichten wollen wir euch auf einen Stadtspaziergang durch diese geniale Stadt mitnehmen und ausführlicher die beiden Bezirke Manhattan und Brooklyn kennen lernen! Hier geht´s weiter!

//Heiko

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