USA // New York II: Lower Manhattan, Midtown & Central Park

USA // New York II: Lower Manhattan, Midtown & Central Park

Lower Manhattan

Wir beginnen unsere Tour in NY ganz klassisch in Lower Manhattan und erkunden die Gegend zwischen der New York Town Hall und dem Battery Park, dem Finanzzentrum der Stadt – wenn nicht vielleicht sogar der Weltwirtschaft. Anzugträger, Bürotürme, hastende Menschen, Star Bucks an jeder Ecke. Die klassizistischen Fassaden in der Wall Street sehen unscheinbarer aus, als man ob ihrer Bedeutungsschwere vermuten würde. Dennoch ist es beeindruckend hier zu sein, wo (leider) über das Schicksal von Milliarden Menschen entschieden wird.

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Architektonisch zeichnet sich Lower Manhattan durch eine ziemlich interessante Mischung aus verglasten Hochhäusern und niedrigeren, älteren Gebäuden aus Stein aus. Besonders gefallen uns dabei die St. Paul´s Chapel (deren angeschlossener Friedhof eine Ruhepol in diesem hektischen Teil der Stadt ist), das neogotische Woolworth Building und die schönen mit Feuerleitern und Wasserspeichern ausgestatteten Gebäude in den Seitenstraßen nördlich des City Hall Parks (u.a. steht hier das Hauptquartier der Ghostbusters – da werden Kinheitserinnerungen wach!).

Natürlich statten wir auch dem World Trade Center Site (Ground Zero) einen Besuch ab, doch das Memorial ist uns mit 25$ Eintritt pro Nase eindeutig zu teuer. Inzwischen sind die Bauarbeiten rund um das neue One World Trade Center fast abgeschlossen und außer den Hinweisen auf das Memorial erinnert nichts mehr an das unglaubliche Unglück, dass sich hier vor 13 Jahren am 09/11 ereignet hat.

Ganz bestimmt kein Geheimtipp, aber trotzdem sehr toll ist übrigens die Staten Island Ferry: Bei der kostenlosen Überfahrt nach Staten Island hat man eine geniale Sicht auf die Stadt und die Freiheitsstatue – eine extra Tour dorthin schenken wir uns getrost.

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Midtown

In Midtown gibt es nur wenige Orte, die zum Verweilen einladen, aber trotzdem ist es quasi ein Muss herzukommen, da sich hier eine ganze Reihe der klassischen Sehenswürdigkeiten New Yorks befinden.

Allen voran finden sich in Midtown die meisten Wolkenkratzer der Stadt und vor allen Dingen viele aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wie z.B. das Chrysler Building oder das Empire State Building, die mit ihren Verzierungen und Wasserspeiern so viel interessanter und stilvoller als die meisten Glaskästen neueren Datums sind.

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Ebenfalls in Midtown anzutreffen ist der Times Square. Der Times Square ist weitaus mehr als die Kreuzung von Broadway und 7th Avenue, sondern er ist in gewisser Weise mit seinen riesigen Leuchtreklamen, Showtheatern, Restaurants, Souvenirshops, hektischen Menschen, mit Taxen verstopften Straßen die Quintessenz eines stereotypen (sicherlich oft nicht zutreffenden) Amerikabildes.

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In der unmittelbaren Umgebung finden sich die bekannten Musicals und Broadway Shows. Und wenn wir schon mal hier sind, wollen auch wir eine sehen! Da unsere Kasse knapp ist und die Karten teilweise verdammt teuer sind, nehmen wir an einer Lotterie teil: Die meisten Musicals bieten diese Form der Kartenverlosung an. Etwa 1,5 Stunden vor Beginn der Show trägt man seinen Namen persönlich auf ein Zettelchen ein, dass in eine große Box geworfen wird. Etwa eine halbe Stunde später werden zufällig die Gewinner_innen gezogen. Sollte der eigene Name erscheinen, hat man die Option eins oder zwei Resttickets, bzw. Tickets mit eingeschränkter Sicht für nur 37$ zu kaufen. Und juchhu, wir werden gezogen und können somit das grandiose Musical Kinky Boots sehen.

Kinky Boots ist übrigens ein Musical über die wahre Geschichte von Charlie Price, der die pleite gehende Schuhfabrik seines Vaters zu retten versucht, indem er die Produktion auf stabile High Heels für Drag Queens umstellt und so schließlich auf der Modemesse in Mailand landet. Das Musical ist schlichtweg der Hit! Geniale Songs (komponiert von Cindy Lauper), die „sexiest“ Transen New Yorks und vor allem die höchsten High Heels der Stadt – getreu dem Motto „The Sex is in the Heel“.

Unweit des riesigen Rockefeller Centers befindet sich das Museum of Modern Arts (MoMa), eines der renommiertesten Kunstmuseen der Welt. Und klar, dass David als Kunstlehrer hier hin MUSS! Die Ticketpreise sind gesalzen (25$ p.P.), doch am Freitag nach 18 Uhr heißt es hier: Freier Eintritt! Natürlich muss man große Menschenmassen in kauf nehmen. Doch das ist es definitiv wert, denn innerhalb weniger Stunden sieht man hier so viele großartige und bekannte Werke, wie sonst wahrscheinlich nirgendwo. Und egal nach welchem/welcher Künstler_in man Ausschau hält – das MoMa scheint sie alle zu haben.

Ziemlich interessant ist auch das in Queens gelegene, zeitgenössische MoMa Ps1. In einer alten Schule gelegen kann man hier tolle Gegenwartskunst bestaunen. Und mit einem MoMa Ticket ist der Eintritt sogar frei – und das Beste: das gilt selbst für das kostenlose Ticket vom Freitagabend.

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Central Park

Der Central Park ist bekanntlich die grüne Lunge Manhattans. Und der schöne baumbestandene Park ist wirklich pure Erholung mit seinen großen Wiesen, Seen, Brunnen und Rosengärten – und das mit über ca. 4km Länge und 850m Breite! Besonders toll ist der Kontrast zwischen den umliegenden Hochhäusern und dem üppigen Grün; bei unserem ersten Besuch (im April) keimt und blüht alles und es herrscht eine wunderbare Frühlingsatmosphäre. Auf jeden Fall ein Ort, wo man viele faule Stunden verbringen kann – kein Wunder, dass es hier oft proppevoll ist!

Hier geht´s weiter zum nächsten Teil!

//Heiko

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